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Pensionskasse AR / Finanzierung / Freiwillige Einlage

Einlagen in die Maximalleistungen

Eine versicherte Person, die nicht die maximalen Leistungen gemäss Vorsorgereglement
erreicht, kann bevor ein Vorsorgefall eingetreten ist, jederzeit freiwillige Einlagen vornehmen. Die Höhe der maximal möglichen Einkaufssumme kann dem persönlichen Vorsorgeausweis entnommen werden. Die Berechnung der möglichen Einlagen ist im Anhang 2 des Vorsorge-
reglements mit einem Beispiel aufgeführt.

Werden freiwillige Einlagen getätigt, dürfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform bezogen werden. Es gelten zudem die bundesrechtlichen Einkaufsbeschränkungen.

 

Was spricht für eine freiwillige Einlage?

Freiwillige Einlagen dienen in erster Linie zur Schliessung von Vorsorgelücken und zur Verbesserung der anwartschaftlichen Leistungen der Pensionskasse AR. Zudem kann die Steuersituation optimiert werden, indem das steuerbare Einkommen um die Höhe des steuerbefreiten Einkaufs gesenkt wird. Damit kann die Steuerprogression wirksam gemildert werden. Die Abklärung der steuerlichen Abzugsfähigkeit des Einkaufs bei der zuständigen Steuerbehörde obliegt der versicherten Person.

 

Vorgehen für eine freiwillige Einlage

Bei Interesse nehmen Sie bitte mit den Mitarbeitenden der Pensionskasse AR Kontakt auf, so dass wir Ihnen das entsprechende Formular und Merkblatt sowie den Einzahlungs-schein zustellen können. Die Pensionskasse AR teilt Ihnen die maximal mögliche Einkaufssumme mit. Nach Erhalt der freiwilligen Einlage stellen wir Ihnen einen neuen Vorsorgeausweis sowie die Bescheinigung zur Geltendmachung des Steuerabzuges zu.

Einlagen für die vorzeitige Pensionierung

Erreicht eine versicherte Person das maximale Sparguthaben, kann sie zusätzliche Einlagen zum Ausgleich bzw. zur Verminderung der Rentenkürzung bei vorzeitiger Pensionierung vornehmen. Die Berechnung der möglichen Einlage kann Anhang 3 des Vorsorgereglements entnommen werden, wobei der allenfalls über dem maximalen Sparguthaben gemäss Anhang 2 liegende Betrag angerechnet wird. Diese freiwilligen Einlagen werden dem Zusatz-Sparkonto gutgeschrieben.

Formular und Merkblatt „Einlage für die vorzeitige Pensionierung“

 

Einlagen in die Säule 3a

Unabhängig von freiwilligen Einlagen in die berufliche Vorsorge, können im Rahmen der Säule 3a freiwillige Einzahlungen auf ein Bankkonto oder eine Versicherungspolice erfolgen.
Im Gegensatz zur 2. Säule, der beruflichen Vorsorge, ist die 3. Säule eine freiwillige Vorsorge. In die steuerlich begünstigte Säule 3a kann begrenzt einbezahlt werden. Für Selbständigerwerbende (ohne freiwillige Unterstellung unter die 2. Säule) liegt das Maximum bei 20% des AHV-pflichtigen Einkommens, höchstens CHF 34‘416.00 pro Jahr (Stand 01.01.2021), für Unselbständigerwerbende, die bereits bei der 2. Säule versichert sind, liegt der maximale steuerbegünstigte Abzug bei CHF 6’883.00 pro Jahr (Stand 01.01.2021).

Flexibler zeigt sich hier die berufliche Vorsorge (2. Säule), deren Höchstgrenze für die freiwillige Einlage je nach Vorsorgereglement und versicherter Lohn variiert. Der Vorsorge-
schutz kann also zusätzlich zu den Beiträgen an die Säule 3a durch eine freiwillige Einlage in die 2. Säule ausgebaut werden.